Xilence Interceptor Gehäuse Test

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Mit dem Interceptor hat Xilence derzeit einen HTPX Tower im Angebot der durch einige interessante Features besticht. SSD und HDD Hot Swap, Kabelmanagement sowie die Möglichkeit einen Radiator zu verbauen sind nur ein paar der ersten Hingucker. Der Xilence Interceptor ist der kleine Bruder des Xilence Interceptor Pro, dieser hat eine höhere Bauform und erlaubt es zwei PCs in einem Gehäuse zu betreiben. Wie sich der Xilence Interceptor in unserem Test schlägt erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten.

Der Xilence Interceptor wurde uns mit freundlicher Unterstützung von Xilence zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang Xilence Interceptor

Der Lieferumfang des Xilence Interceptors gestaltet sich recht komplett. Alle benötigten Schrauben für die spätere Montage des Mainboards und der Laufwerke sind mit dabei. Zwei Standfüße finden sich auch im Paket, diese können je nach Wunsch am Gehäuse montiert werden. Die Staubfilter an der Unterseite und am Seitenteil sind bereits im Gehäuse vorinstalliert. Nachfolgend ein paar Impressionen. Zur Grundausstattung des Gehäuses zählen 3 im Gehäuse verbaute Lüfter. Zwei dieser Lüfter finden sich in der Frontklappe und werden mit LEDs in Szene gesetzt. Die Lüfter erfüllen hierbei den Zweck Luft aus der Umgebung durch die Festplattenschächte in das Gehäuse zu ziehen. Im Gehäuse selbst ist noch ein schwarzer 120mm Lüfter, dieser Transportiert die Luft aus dem Gehäuse.

Das Gehäuse ist aus Stahl und bringt dadurch stolze 17kg leer auf die Wage.

Versendet wird der Interceptor in dieser Transportvorrichtung. Unser Gehäuse ist sicher angekommen, das verwendete Verpackungsmaterial machte auch einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck.

Xilence Interceptor Design

In Sachen Design hat sich Xilence an die Farben Schwarz und Rot gehalten. Schwarz ist hierbei die vordergründige Farbe, Rot wurde nur an wenigen Stellen eingesetzt wie man auf dem oberen Bild sehr schön sehen kann. Das Seitenteil ist nur mit einem kleinen Plexiglas ausgestattet, man bekommt also nur einen kleinen Einblick ins Innenleben des Geräts. Statt einem Fenster fungiert das Seitenteil vielmehr als Lüfterhalterung mit eingebautem Staubschutz. Der Staubschutz ist an einem eigenen Plastikteil montiert und kann schnell und einfach vom Seitenteil entfernt und gereinigt werden.

Hier sehen wir die Innenseite des Seitenteils. Auf Wunsch kann man hier z.B. 2x 120mm Lüfter verbauen. Bei dem kleinen Plexiglasfenster bietet sich die Nachrüstung einer Kaltlichdiode an, die direkt oberhalb des Fensters montiert wird. Somit sollte der ersichtliche Innenraum des Gehäuses gut ausgeleuchtet werden. Wer mit dem Seitenteil nicht zufrieden ist und gerne ein größeres Fenster hätte, muss zum Dremel greifen.

An der Hinterseite des Towers hat Xilence an die Wasserkühler gedacht. Ganze 8 Löcher zur Durchführung von Schläuchen sind vorhanden.  Die Löcher sind hierbei groß genug, um die Stromkabel von Pumpen durchzuführen. Durch die doch beachtliche Höhe des Gehäuses hat man weiters einige Slots für den Einbau von Zusatzkarten zur Verfügung. Was direkt positiv auffällt ist der Einsatz von Thumbscrews die an allen Stellen zu finden sind. Man kann sie bei den jeweiligen Umbauten einsetzen. Den Schraubenzieher kann man also getrost im Werkzeugkoffer lassen. Das Netzteil wird am Gehäuseboden montiert. Hier ist eine Schiene vorinstalliert über die man das Netzteil einfach in Position bringen kann.

Unter dem Netzteil versteckt sich ein kleiner Staubfilter, dieser kann wie beim Seitenteil auch einfach entfernt und gereinigt werden.

Das zweite Seitenteil ist etwas nach außen gewölbt, dahinter sich der Kabelmanagement Teil man Kabel durchführen und verstecken kann, die man nicht im Gehäuse herumliegen haben will.

Interessant an der Interceptor Serie ist der obere Teil des Gehäuses. Dieser bietet Anschlussmöglichkeiten für 2x USB2.0, 1x USB 3.0, Einschalt- sowie Resetknopf und weiters eine Anschlussmöglichkeit für Kopfhörer und ein Mikrofon.Über einen kleinen Schieber kann man die Kiemen an der Oberseite des Gehäuses öffnen oder schließen, dies soll im Betrieb einen besseren Airflow ermöglichen. Das gesamte Oberteil ist über zwei Thumbscrews montiert und kann auf Wunsch einfach entfernt werden.

Kommen wir zur Front des Gehäuses. Hier können wie gewohnt Laufwerke installiert werden. Für die Installation der Laufwerke hat Xilence eine Schnellmontage Lösung verbaut, darauf gehen wir aber erst etwas später im Test ein. Direkt unter den vier Laufwerksschächten versteckt sich eine Klappe hinter der man die SSD und HDD Hot Swap Plätze findet. In der Klappe selbst wurden zwei 120mm Lüfter mit roten LEDs verbaut.

Der Tower bietet Platz für 6 Festplatten und 4 SSD Laufwerke. Die Installation der Platten ist durch die Hot Swap Technik sehr elegant gelöst. SSDs müssen nur in das Plastikgehäuse gesteckt werden, HDDs müssen an der Unterseite mit vier Schrauben befestigt werden. Das Gehäuse selbst muss nicht geöffnet werden, sofern man hier alle Ports im Gehäuse inneren mit dem Motherboard und dem Netzteil verbunden hat.

Der Einbau der Festplatten geht schnell, entkoppelt werden diese aber leider nicht was bei Drehfreudigeren Platten zu unangenehmen Vibrationen führen kann.

Xilence Interceptor Montage

Der Einbau der Hardwareteile verläuft beim Xilence Interceptor schnell und einfach. Xilence hat sich an vielen Ecken und Enden nützliche kleine Dinge einfallen lassen, die einem den Einbau erleichtern. HDDs und SSDs können über die bereits gezeigte Hot Swap Methode eingebaut werden, DVD und Blu Ray Laufwerke müssen verschraubt werden. Den Schraubenzieher an sich benötigt man für die Montage aber nicht, hier kommen große rote Thumbscrews zum Einsatz die auf einer Schiene entlang bewegt werden können. Für den Einbau muss man also nur die Frontblende des Schachts entfernen, das Laufwerk einschieben und über die Schrauben fixieren.

Das Mainboard unterstützt die Formfaktoren HPTX, E-ATX, XL-ATX, ATX, Micro-ATX und Mini-ITX. Ein eigener Mainboardschacht zur Montage ist nicht vorhanden, man muss das Mainboard also wie gewohnt direkt im Gehäuse montieren.

Hier sieht man auch direkt den Platz den man nach dem Einbau des Mainboards im Interceptor hat. An Durchführungen wurde hier nicht gespart. Sehr schön sind auch die vorgebohrten Löcher mit Gewinden auf denen man z.B. seinen Ausgleichsbehälter montieren kann. Kabel können an allen Seiten direkt zum Mainboard geführt werden, nützlich ist hierbei natürlich auch die Hinterseite des Gehäuses die ein paar cm Platz wischen Innenleben und Seitenteil bietet. Kabelsalat im Gehäuse kann man somit also gut vermeiden.

Am oberen Bild sieht man die Slotblenden für Einbaukarten. Hier setzt Xilence wieder auf Thumbscrews die einen schnellen Einbau ermöglichen.

Das Hot Swap System benötigt einen Molex Stecker für zwei Platten und hat weiters insgesamt 6 Anschlussmöglichkeiten für Lüfter. Was uns hier negativ aufgefallen ist, war die Verarbeitung der SATA Anschlüsse. Diese sind nicht etwas unsicher mit der Hot Swap Platine verbunden. Wenn man die Kabel hier leicht unsanft entfernt, kann es passieren, dass man den SATA Anschluss mitnimmt. Das Plastik des SATA Anschlusses ist hier nur gesteckt, sollte mal was passieren kann man es wieder zurück auf die PINs schieben, eine bessere Verarbeitung wäre aber trotzdem wünschenswert. Eine zusätzliche Abdeckung für die Hot Swap Anschlüsse wäre zusätzlich auch noch eine schöne Sache, da das Sichtfenster des Seitenteils aber recht klein ausgefallen ist, stören die freien Flächen eher weniger.

Im Test bauen wir ein PC System mit Wasserkühlung ein. Der Interceptor Pro ermöglicht den Einbau von einem 380mm Radiator direkt unterhalb der Kiemen des Gehäuses. Was uns hier aufgefallen ist, ist dass der Platz unterhalb der Kiemen nicht für jeden Radiator reicht, da höhere Radiatoren die zusätzlich aktiv gekühlt werden sollen, zu hoch sind. Die Montage von 3 Lüftern macht keine Probleme, auch ein passiv gekühlter Radiator passt ohne weiteres in das Gehäuse, will man auf dem Radiator zusätzlich aber noch Lüfter montieren kommt einem das Mainboard bereits gefährlich nahe. Ein paar cm mehr an Arbeitsfläche zwischen dem Gehäuse und den Kiemen hätten hier nicht geschadet.

Wer nur Lüfter an der Oberseite montieren will, wird natürlich keine Probleme haben.

Platz für den rest der Wasserkühlung gibt es dafür reichlich. Die schon angesprochenen Durchführungen für Schläuche und die Bohrungen im Mainboard sind beim Einbau sehr nützlich. Unseren Ausgleichsbehälter haben wir direkt im Gehäuse zwischen Mainboard und Laufwerken montiert, die Pumpe steht auf Ihrem Sandwich direkt neben dem Netzteil am Gehäuseboden. Wie man sieht muss man beim Einbau nicht wirklich platzsparend arbeiten. Wer eine externe Wasserkühlung im Einsatz hat, wird sich über die vielen Durchführungen an die Außenseite des Gehäuses freuen, diese machen die Installation einfach.

Fazit Xilence Interceptor

Der kleine Bruder des Interceptor Pro hat uns im Test sehr gut gefallen. Die große Bauform und die durchdachte Montage macht den Einbau und auch das spätere Aufrüsten von Festplatten oder SSDs zu einem Kinderspiel. Mängel finden sich bei den SATA Anschlüssen des Hot Swap Systems und beim Einbau des Radiators einer Wasserkühlung. Wer lieber mit Luft kühlt findet am Gehäuse Platz für ganze 7 Lüfter von denen bereits 3 vorinstalliert sind. Die Lüfter sind im Betrieb nur leicht wahrnehmbar, Freunde von Silent PCs werden sich also freuen. Steckplätze für die Lüfter finden sich direkt bei den Anschlüssen des Hot Swap Systems, geregelt können die Lüfter hier aber nicht werden.

Im Interceptor setzt Xilence an fast allen Stellen auf Thumbscrews, das sieht nicht nur gut aus sondern ist auch praktisch. Im Lieferumfang befindet sich genug Montagematerial und noch ein paar zusätzliche Tumbscrews falls mal einer verloren geht. Das Kabelmanagement des Towers ist gut durchdacht und hilft einem dabei Ordnung in das Kabelchaos zu bringen. Eine eigene Mainboardschiene für die Montage ist nicht vorhanden. In der Preisklasse um die 160 Euro ist dieses Feature derzeit aber auch noch kein Standard.

Der Xilence Interceptor ist ein durchdachtes Gehäuse, in das viele gute Ideen geflossen sind welche auch auch sehr gut realisiert wurden. Bis auf die Hot Swap SATA Anschlüsse und die Radiator Montage gibt es auch nichts zu meckern. Für derzeit rund 160 Euro bekommt Ihr mit dem Interceptor ein sehr gutes Gehäuse das einen reibungslosen und frustfreien Einbau garantiert. Von uns gibt es den PC Gehäuse Gold Award für den Xilence Interceptor.

Abschließend noch ein paar Bilder zum Gehäuse

   

Festplatten Hot Swap Montage